Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der aktuellen Erscheinungsweise der Klassen, insbesondere der lohnabhängigen. Wir erforschen die gegenwärtigen Bedingungen und  Ausdrucksformen von Klassenkämpfen und -bewusstsein und versuchen dies mit der begrifflichen Arbeit zu verbinden.

Ankündigung/Einladung zum ersten Treffen.

Wenn ihr Interesse habt, mitzumachen, kommt bei einem Treffen vorbei oder schreibt uns einfach eine mail: translib@gmx.de

Unser nächstes Treffen ist am Donnerstag, den 5. April um 19:30 Uhr.

Vor ein paar Wochen haben wir mit einen neuen Schwerpunkt begonnen: Wir werden uns noch einmal der begrifflichen Grundlagen der Klassentheorie zuwenden. Dies bietet eine gute Gelegenheit zum Einstieg, wozu wir hiermit alle Interessierten herzlich einladen wollen.

Den Anfang machen wir mit dem wichtigen Buch von Michael Mauke: „Die Klassentheorie von Marx und Engels“ von 1970. Die Bedeutung von Maukes Arbeit besteht in seiner Rekonstruktion der Klassentheorie auf Grundlage der Kritik der Politischen Ökonomie. Die grundlegende These seiner Untersuchung lautet: „Marx‘ Theorie der Gesellschaft, die Kritik der Politischen Ökonomie, enthält als solche bereits eine allgemeine Klassentheorie des Kapitalismus.“ Sie ist damit zugleich Antithese zu einer heute verbreiteten Auffassung, nachder es sich bei Marx‘ Ökonomiekritik und Klassentheorie um zwei Paar Schuhe handele. Der junge Marx habe die Bedeutung des Klassengegensatzes und Klassenkampfes für das Begreifen und Verändern der Gesellschaft überhöht. Der reife Marx hingegen habe verstanden, dass die Klassen lediglich Oberflächenphänomene seien, die durch die gesellschaftlichen (Fetisch-)Formen konstituiert würden. „Die Klassen sind also in der Marxschen Theorie letztlich eine sekundäre, abgeleitete Kategorie“ (Kurz/Lohoff: Der Klassenkampf-Fetisch), behaupten Robert Kurz und Ernst Lohoff in exemplarischer Weise für die wertkritische Marxinterpretation, die weit über das Krisis/Exit-Milieu verbreitet ist. Damit stellt sie den von Marx herausgearbeiteten Zusammenhang auf den Kopf, denn die „Ökonomie handelt nicht von Dingen, sondern von Verhältnissen zwischen Personen und in letzter Instanz zwischen Klassen; diese Verhältnisse sind aber stets an Dinge gebunden und erscheinen als Dinge.” (Engels, zit. nach Mauke) Dies stellt auch einen leitenden Gedanke von Maukes Arbeit dar, die wir uns bei den nächsten Treffen erschließen wollen.

Am Donnerstag lesen wir weiter, wir sind stehengeblieben im 4. Kapitel „Die Arbeiterklasse“, Seite 105 bis zum Ende des Buches. Das gesamte Buch findet ihr hier als pdf:

Mauke Teil 1  Mauke Teil 2  Mauke Teil 3  Mauke Teil 4

 

Eine Materialsammlung zu vergangenen Treffen (Klassentheorie, Surplusproletariat, Migration, Arbeitskämpfe …) findet ihr hier.

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