Lektürekurs: Linke Kritik am Bolschewismus

Lektürekurs: Linke Kritik am Bolschewismus

Termin: 4. November 2017 | 10.00 – 18.00 Uhr Ort: translib, Lütznerstraße 30, Leipzig
Referentinnen: Gruppe Sassulitsch
Anmeldung: per Mail an sassulitsch@gmx.de

 
Die Bolschewisten gehörten in ihrer Anfangszeit zu einer der radikalsten Gruppierungen der internationalen kommunistischen Bewegung. Insbesondere ihre konsequente Haltung gegen den Ersten Weltkrieg und ihr revolutionärer Maximalismus beeindruckten auch die radikalen Teile der ArbeiterInnenbewegung im Westen. Wenige Jahre nach der Oktoberrevolution begannen jedoch linke und antiautoritäre KommunistInnen eine Kritik am Bolschewismus zu formulieren. Unter anderem Rosa Luxemburg und in ihrer Nachfolge die deutsch-holländischen RätekommunistInnen wollten diese Kritik selbst in einer marxistisch-materialistischen Theorie fundiert wissen. Die Unterdrückung der partei-internen Opposition, der rigide Zentralismus, die Aufgabe bzw. bloß instrumentelle Einsetzung des Räte-Gedankens, die Übertragung des russischen Modells auch auf die westlichen Arbeiterparteien innerhalb der KomIntern, letztlich der „staatskapitalistische“ Charakter des Sowjet-Regimes … – das waren Kritikpunkte, die aus Reihen des linken Kommunismus angebracht wurden. Im Lektürekurs wollen wir uns näher mit einiger dieser Kritiken beschäftigen: Rosa Luxemburgs Text „Zur Russischen Revolution“, Hermann Gorters offener Brief an Lenin und die „Thesen über den Bolschewismus“ der Gruppe Internationale Kommunisten / Holland stehen in der engeren Textauswahl.

Lektüregrundlagen:
★ Rosa Luxemburg: »Zur Russischen Revolution« (1918)
★ Lenin: »Was tun?« (1902) / »Der Linke Radikalismus als Kinderkrankheit des Kommunismus« (1920)
★ Hermann Gorter: »Offener Brief an den Genossen Lenin« (1920)
★ Gruppe Internationale Kommunisten Hollands: »Thesen über den Bolschewismus« (1934)
★ Hendrik Wallat: »Staat oder Revolution« (2012)

Der ganztätige Lektürekurs findet statt im Rahmen der Reihe: „Vorwärts und nicht vergessen“ – zu Folgen, Aktualität und kritischer Rezeption der Oktoberrevolution. Die Veranstaltungsreihe ist organisiert von Kulturraum e.V. Krev, Gruppe Sassulitsch und the future is unwritten – Leipzig. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. Für weitere finanzielle Unterstützung danken wir: Linksfraktion Sachsen.

Weitere Infos und Programm:
https://vorwaertsundnichtvergessen.wordpress.com/

zasulich_trepov

24. Januar 1878: Die Studentin Wera Iwanowna Sassulitsch schießt auf den General Fjodor Trepov.
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